Verkehr in Thailand – Metro, Tuk Tuk, Bus

Thailand ist natürlich ein ganz anderes Pflaster als die Länder Europas. Wenn wir in Europa unterwegs waren, war zwar irgendwie alles neu, aber doch eher alles gleich. Nach unserem Thailand-Trip können wir auch noch mal genauer von den Unterschieden der Kulturen und Verhaltensweisen erzählen.

Was ich persönlich wohl nicht so schnell vergessen werde ist der Straßenverkehr in Thailand und der Smok in Bangkok. Mit über 8 Mio. Einwohnern ist die Hauptstadt Thailands auf jeden Fall auch riesig und sehr dicht besiedelt. Hier ist Zeit auf jeden Fall Geld, was man auch an dem Fahrstil der Thailänder sieht.

Rote Ampeln werden zwar gesehen, hier wird auch angehalten, aber die Rollerfahrer schauen hier nur, ob da jemand kommt und wenn nicht, dann fahren sie. In Bangkok gibt es wahnsinnig viele Rollerfahrer – kein Wunder: damit sind sie schneller am Ziel als Autofahrer, passen in jede Lücke und können überall parken. Rollertaxis sind heißt begehrt. Sie stehen an jeder Kreuzung. Hier gehen die Fahrgäste einfach hin und setzen sich dann auf den Roller hinten drauf. Da kann es dann schon mal vorkommen, dass einem ein Rollertaxi entgegenkommt, auf dem hinten eine Mutter mit ihrem Kleinkind sitzt oder eine Schülerin in Uniform und mit Handy in der Hand. Helme sind hier eher Mangelware.

Was aber wirklich richtig gut läuft sind die öffentlichen Verkehrsmittel. Die Busse haben wir nicht genommen, aber wir sind mit U-Bahn und Metro gefahren. Die wissen wie man es macht. “Erst raus, dann rein.” heißt hier die Devise. Die Gleise sind mit Wänden und Türen abgesichert (was auch wichtig ist, bei der Smartphone-Nutzung in Bangkok). So weiß man, dass die Bahnen immer an derselben Stelle halten. Auf dem Boden ist aufgezeigt, wo sich diejenigen hinstellen sollen, die auf eine Bahn warten und wo diejenigen langlaufen sollen, die aussteigen. Auch hier kann sich das ein oder andere Land was abschauen.

Auf den Inseln war natürlich weniger Verkehr, allerdings fahren sie hier, als hätten sie 7 Leben. Das ein oder andere Mal hab ich im Kleinbus schon mein Leben an mir vorbeiziehen sehen. Ich hab Reisekaugummis nehmen müssen um Übelkeit zu bekämpfen und Reisetabletten gegessen, um die Leck-Mich-am-Arsch-Einstellung zu bekommen. Aber ich als alter Kontrollfreak hab auch eh schon Probleme, wenn ich bei meiner Mutter als Beifahrer mitfahre – also lasst euch bloß nicht von mir beeinflussen, haha.

Tipp: Es gibt auch Einheimische, die einem dann gerne helfen, über die Straße zu kommen. Viele sehen einem die Hilflosigkeit an. Ansonsten kann man auch einfach auf eine Gruppe Thais warten, die über die Straße gehen wollen – da geht man dann eben einfach mit. Ich denke auch, dass so ein Menschenleben in Thailand super heilig ist, allein schon wegen des Karmas, da würde nie einer in eine Menschengruppe rasen. Aber sicher ist sicher.

Wenn ihr in Bangkok seid, nutzt die öffentlichen Verkehrsmittel. Klar, so ein Tuk Tuk ist auch eine Touristen-Attraktion, aber die sind gerne teuer und mit den Öffentlichen seid ihr einfach wesentlich schneller, aufgrund der super überfüllten Straßen.